Superpiacere 6c – Winkelspitze NW Wand

Die Route Superpiacere 6c an der Winkelspitze Nordwestwand ist eine Erstbegehung von Gerhard Schaar mit Freunden Elias Umundum und Martin Gumpold. Auf der Suche nach einer neuen Linie in der Wand arbeiteten sich die Drei 6 Seillängen nach oben. Danach komplettierte Gerhard die Route alleine von oben. Im Zuge der Erstbegehung stellte sich heraus, wo die Originallinie des „Kristallweges“ verläuft und „Superpiacere“ sich drei Längen mit dieser Route teilt.

Superpiacere
Viel schleppen hieß es für die Erstbegeher; Foto: www.maltatal.rocks

Superpiacere 6c – größtenteils trad

Die Route „Superpiacere“ hat auf 12 Seillängen gerade einmal ca. 25 Bohrhaken. D.h. es stecken nur an jenen plattigen Stellen Bolts, die nicht anders abzusichern waren. Folglich muss man in der Route den Grad 6b bis 6c sichern klettern können und gut im Legen von Keilen und Friends sein. Zudem sollte man auf Platten sicher unterwegs sein, wo einige run-outs auf Wiederholer warten. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, der findet eine weitere geniale Linie in der Winkelspitze NW Wand vor, die sich nahtlos in die Reihe der coolen Routen im Lassacher Winkl einreiht.

Superpiacere
In einem Meer aus Fels in der Winkelspitze NW Wand; Foto: www.maltatal.rocks

Das Ende ist, wenn es ganz aus ist

Eine Besonderheit der Route „Superpiacere“ 6c ist, dass sie nach 10 Seillängen an einem Einschnitt der Winkelspitze NW Wand zu enden scheint. Am Wandfuß lässt sich dieser regelrechte Einschnitt zwischen der Wand und einem markanten Turm nicht gleich erkennen. Kommt man in der Wand jedoch zu diesem Abschnitt, meint man sich plötzlich bereits am Ausstieg. Allerdings muss man dann auf der Rückseite des Einschnittes ein kleines Stück abklettern, um zu den letzten beiden Längen zu kommen. Hier geht es dann noch einmal ans Eingemachte…

Superpiacere
In einer der Schlüssellängen unter dem großen Dach; Foto: www.maltatal.rocks

Facts Superpiacere 6c – Winkelspitz NW Wand

Anmarsch vom Gößspeicher Parkplatz: vom Parkplatz des Gößspeicher (1706 m) auf die Gießener Hütte und über den ÖAV Steig No (Schwarzburger Weg) bis zur Lassacher Winklscharte (2856 m), dann absteigen in den Lassacher Winkl via ÖAV Steig (Celler Weg). Beim Abstieg über den Gletscherrest gleich rechts halten und auf das markante Felsband unter der Wand queren.

Einstieg auf ca. 2.700 m

Im Lassacher Winkl befindet sich als eine Übernachtungs Option die Biwakschachtel (2580 m) der Bergrettung Mallnitz mit 4 Schlafplätzen.

Ausrichtung der Kletterroute: NORD-WEST

Kletterlänge: ca. 400 Hm bzw. 12 Seillängen

Abstieg: ein kleines Stück über den Detmolder Grat bis zur Lassacher Winklscharte, dann wieder zurück über den Schwarzburger Weg retour zur Gießener Hütte bzw. wieder hinunter in den Lassacher Winkl

Vom Stand der 10 Seillänge (Einschnitt a.k.a. Devil´s Tower) kann auch über die Route abgeseilt werden.

Materialempfehlung Zustieg / Abstieg: feste Bergschuhe, Steigeisen;

Materialempfehlung Route: 60m Doppelseil, 12 Expressen, einige Verlängerungsschlingen, 2 Sets Friends (mittlere Größen) und 1 Set kleine Größen sowie 1 Set Keile, zusätzliches Schlingenmaterial;

Gefahrenhinweis: hohe Blitzschlag Gefahr, genügend zu trinken mitnehmen;

Kartenempfehlung: ÖAV KArte Nr. 44

Detailliertes Topo: Kletterführer Maltatal

Wettercheck: Kletter Webcam Maltatal bzw. Wetter


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